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„Wir kümmern uns um unsere Patienten – aber wer kümmert sich um das Praxisteam?“

  • 21. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Dr. M. führt seit vielen Jahren eine Hausarztpraxis. Wie viele andere Ärzte kennt er die täglichen Herausforderungen nur zu gut: volle Wartezimmer, kurzfristige Ausfälle, Telefonate zwischen zwei Behandlungen und der ständige Anspruch, jedem Patienten gerecht zu werden.

Jede Praxis benötigt einen Betriebsarzt
Jede Praxis benötigt einen Betriebsarzt

Über Jahre hinweg funktionierte vieles einfach „irgendwie“. Das Team war eingespielt, die Belastung gehörte zum Alltag dazu. Doch mit der Zeit bemerkte Dr. M., dass sich etwas verändert hatte.


Eine Mitarbeiterin fiel wegen Erschöpfung länger aus. Eine andere klagte zunehmend über Rückenbeschwerden. Gleichzeitig wurde es immer schwieriger, geeignetes Personal zu finden und langfristig im Team zu halten.


„Wir sprechen täglich mit Patienten über Prävention und Gesundheit“, sagte er irgendwann, „aber im eigenen Arbeitsalltag bleibt dafür oft kaum Zeit.“


Zwischen Verantwortung und Alltag


Wie viele Praxisinhaber stand auch Dr. M. vor einem inneren Konflikt. Einerseits wollte er sich vollständig auf seine Patienten konzentrieren. Andererseits wurde ihm bewusst, dass auch das eigene Team Schutz, Prävention und langfristige Unterstützung benötigt.

Besonders Themen wie:

  • Infektionsschutz,

  • psychische Belastung,

  • ergonomisches Arbeiten,

  • Mutterschutz,

  • und Überlastung im Praxisalltag

wurden immer präsenter.

Gleichzeitig fehlte oft die Zeit, sich strukturiert mit diesen Themen auseinanderzusetzen.


Arbeitsmedizin aus einer anderen Perspektive


Erst im Austausch mit einem Betriebsarzt veränderte sich sein Blick auf das Thema Arbeitsmedizin.

„Ich hatte Arbeitsmedizin lange eher als gesetzliche Pflicht gesehen“, erzählt Dr. M. heute. „Erst später habe ich verstanden, dass es eigentlich um etwas anderes geht: darum, das eigene Team langfristig gesund zu halten.“

Dabei ging es nicht um komplizierte Prozesse oder zusätzliche Bürokratie, sondern um praktische Unterstützung im Alltag:

  • klare Präventionsmaßnahmen,

  • ergonomische Verbesserungen,

  • Beratung für Mitarbeitende,

  • und eine strukturierte Begleitung der Praxis.


Kleine Veränderungen mit großer Wirkung


Schon nach einigen Monaten bemerkte die Praxis erste Veränderungen. Arbeitsabläufe wurden angepasst, Belastungen offener angesprochen und Prävention bekam einen festen Platz im Alltag.

Vor allem aber entstand ein neues Bewusstsein:Gesundheitsschutz betrifft nicht nur Patienten – sondern auch die Menschen, die täglich für andere da sind.


Arbeitsmedizinischer Dienst für MFA
Arbeitsmedizinischer Dienst für MFA

Warum Arbeitsmedizin auch für Arztpraxen wichtig ist


Viele Arztpraxen unterschätzen, wie hoch die Belastung für medizinisches Personal tatsächlich ist. Dabei können gerade kleinere Praxen von einer persönlichen arbeitsmedizinischen Betreuung profitieren.

Denn moderne Arbeitsmedizin bedeutet heute weit mehr als die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben. Sie unterstützt Praxen dabei:

  • Mitarbeitende langfristig gesund zu halten,

  • Ausfälle zu reduzieren,

  • Arbeitsbedingungen zu verbessern

  • und Prävention aktiv in den Praxisalltag zu integrieren.


Fazit

Die Geschichte von Dr. M. steht stellvertretend für viele Arztpraxen. Zwischen Verantwortung, Zeitdruck und Personalmangel gerät die Gesundheit des eigenen Teams häufig in den Hintergrund.

Dabei beginnt gute Medizin oft genau dort:bei den Menschen, die sie täglich möglich machen.

 
 
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